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Ausstellung im Kulturforum Diessen, Blaues Haus
Martin Gensbaur „Ansichtssache“

Vernissage am Freitag 25.April, 20 Uhr

Ausstellungsdauer: 25. 04. – 10.05.2008,
Do - So von 15 bis 18 Uhr

Begleitveranstaltung in Kooperation mit Sebastian Goy: Goys letzte Montage am 28.04.08, 20 Uhr im kult.cafe, Gesprächsrunde mit Martin Gensbaur (ausstellender Maler), Florian Trampler (Galerist in Dießen, Emila Scharfe und Angelika Högerl, Künstlerinnen mit Studium an der Akademie der Bildenden Künste München ,Hartfrid Neunzert Leiter der Museen der Stadt Landsberg, und Dr.Thomas Raff Kunsthistoriker.

Der Diessener Maler und Kunstlehrer Martin Gensbaur zeigt Arbeiten der letzten Jahre. Sein Medium ist klassische Ölmalerei auf Leinwand. Er setzt in seinen Bildern Bauwerke in Szene, an denen man achtlos vorbei gehen könnte.

Anlässlich eines Atelierbesuchs erwähnte der Künstler, dass er manche seiner aktuellen Bildmotive schon vor 30 Jahren gemalt habe. "Das geht bei mir nicht anders...,wenn ich die Türe aufmache, stehen immer die gleichen Häuser da, und wenn ich in die Landschaft rausgehe, die gleichen Bäume…". Das ist Martin Gensbaur. Er nimmt die Dinge, wie sie sind, er ist Realist. „ Wer, außer die Maler selbst, interessiert sich heute noch ernsthaft für Malerei? “ fragte er bei einem Vortrag über seine künstlerische Arbeit in der Akademie der Bildenden Künste München. Auf den ersten Blick haben die Arbeiten Martin Gensbaurs etwas Konservatives. Sie sind konservativ in dem Sinne, etwas Flüchtiges dauerhaft festhalten zu wollen, in Malerei zu verwandeln und somit zeitlos zu machen. Denn die Malkunst als solche ist zeitlos. Und Gensbaur beherrscht sein Handwerk, er ist ein Könner. Er malt, was er sieht, nicht, was andere sehen oder empfinden könnten. Diese Art zu malen ist nicht rückwärts gewandt, zumal Gensbaur nichts verschönert. Er bildet die italienischen Palazzi der 70er-Jahre, Wassertanks, aufgeblasene Sporthallen aus Plastikfolie uvm. so ab, wie sie dastehen, in unserer Zeit. In den letzten Jahren machen sich verstärkt neue realistische Tendenzen in der deutschen Malerei bemerkbar und da befindet sich Martin Gensbaur mittendrin. Auch wenn er das nicht vordergründig beabsichtigt, liegt seinen Bildern ein aktueller Tenor zu Grunde: er bildet nach allen Regeln der klassischen Malkunst das ab, was er sieht, auch wenn es etwas völlig Unspektakuläres ist und eröffnet dem Betrachter so ungewohnte Perspektiven im Alltag. "Ansichtssache".
Martin Gensbaur lebt in Diessen am Ammersee und Scarlino in der Toskana.

Vita
1958 in München geboren.
1977- 1984 Studium an der Akademie der Bildenden Künste in München
Diplom für Malerei und Graphik, Erstes und Zweites Staatsexamen
seit 1984 Kunsterzieher, Lehrauftrag für Kunstgeschichte

Einzelausstellungen (Auswahl):
Galerie im Dechanthof, St. Johann /Tirol,1987
Galerie Casetta, München, 1989 (Katalog), 1995
Taubenturm, Diessen a. A., 1996, 2005
Studio Rose, Schondorf, 1997
Neues Stadtmuseum, Landsberg, 1994, (Katalog), 2005 (Katalog)
Sala del Consiglio, Scarlino, Toskana, 1994 (Katalog)
Venio, München, 1995, 2000, 2002, 2007

Gruppenausstellungen (Auswahl):
Große Kunstausstellung, Haus der Kunst, München 1980 und 1983
Galerie der Künstler, München, 1989, Karlsruhe Neue Wege,1989,
Sogni in tasca, Scarlino/ Follonica, Kötzting 2001, Berlin 2002 (Katalog)
www.kulturforum-diessen.de

Annunciata Foresti, Kuratorin